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Denner Eichentopf Quantz Crone Wrede Piccolo

Denner Traversflöte 392 Hz / 415 Hz

ca. 1720

Jakob Denner (Nürnberg 1707 bis 1735) war der älteste Sohn des berühmten Johann Christoph Denner und erlernte bei seinem Vater sein Handwerk. Er war einer der wenigen, dem es gelang, die strenge Nürnberger Zunft-Ordnung zu durchbrechen und als außerordentlicher Meister wegen seiner "Musical. Kunst" zugelassen zu werden. Ohne Wanderjahre und Prüfung !!

Es sind fast 40 von ihm signierte Instrumente erhalten, darunter auch die Flöte in Buchsbaum mit Elfenbein-Ringen im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Sie steht original mit dem langen Wechselstück auf 392 Hz und ergibt umgerechnet eine wunderbare 415 Hz-Version mit ausgezeichneter Intonation und farbigem Klangspektrum.



Eine absolute Rarität stellt die herrliche Elfenbeinflöte von Denner im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg dar. Sie ist seit 1945 die einzige noch erhaltene Flöte mit C-Fuß aus dieser Zeit und in jeder Hinsicht ein außergewöhnliches Instrument: Obwohl nach barockem französischem Vorbild dreiteilig gearbeitet, verzichtete Denner bei Kopfstück und Mittelteil auf jegliches barocke Drechselwerk und schuf einen der schlichtesten und zugleich elegantesten Flötenkörper überhaupt. Im Gegensatz dazu "explodiert" das Fußteil förmlich vor barockem Drechsel-Zierrat und weist so auf die "brandneue" Errungenschaft dieses C-Fußes hin.

Klanglich ergibt das viele Elfenbein einen sehr markanten, aber nicht schneidenden Ton, der durch die zusätzliche C-Klappe viele Gestaltungsmöglichkeiten erfährt.