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Hotteterre Rippert Naust Rottenburgh Le Cler Grenser  
Denner Eichentopf Quantz Crone Wrede Piccolo

Naust Traversflöte 392 Hz

ca. 1710

Pierre Naust, wie Hotteterre wahrscheinlich aus La Couture stammend, starb 1709 mit ca. 50 Jahren in Paris. Seine Werkstatt in Paris wurde aber von seiner Witwe Barbe, die aus der berühmten Instrumentenmacherfamilie Pelletin stammte, weitergeführt und zusammen mit ihrem Schwiegersohn zu beträchtlichem Ansehen gebracht. Als sie, und schließlich auch der Schwiegersohn 1734 starb, heiratete die verwitwete Tochter Thomas Lot. So lebte die Naust’sche Tradition weiter bis ins späte 19. Jahrhundert!



Anläßlich dieser Heirat 1734 wurde ein Werkstattinventar erstellt, und zwar von einem „Experten“, dem berühmten Instrumentenmacher Bizey. Dieses Inventar wirft ein interessantes Licht die Werkstattgröße von Madame Naust: zwei Werkbänke, drei Drehbänke, 211 Bohrer, rund 1000 Pfund Buchsbaum, 26 Traversen, neun Blockflöten, zehn Flageoletts, fünf Baß-Blockflöten, drei Fagotte und ein altes Modell eines Großbaß-Pommers. Die Biographin Tula Giannini bemerkt, dass 1721 die ‚Dame Naust’(!) eine Flöte mit drei Wechselstücken anbietet. Dies ist der erste Hinweis auf eine vierteilige Traverso-Bauart überhaupt. Vielleicht eine Erfindung der Naust-Werkstatt?

Das Modell mit Silberringen ist ein sehr frühes Beispiel für eine vierteilige Flöte aus der Naust-Werkstatt. Es hat einen sehr großen, kräftigen Ton, auch in der Tiefe.
Das hier angebotene dreiteilige Modell aus gebeiztem Buchsbaum stammt aus der frühen Zeit der Werkstatt und liegt im Musikinstrumenten-Museum Berlin.